Bohnen sind lecker! Schon im elterlichen Gemüsegarten habe ich mit Begeisterung Brech-, Wachs- und Stangenbohnen angebaut. Das Verarbeiten der Ernte erzeugte weniger Engagement, doch es gab keine Ausreden. Geblieben sind schöne Erinnerungen, wie ich zusammen mit meiner Mutter und Großmutter draußen im Garten am Tisch sitze und „Bohnen fissele“. Ja, damals hatten die Bohnen noch Fäden…

Durch Zufall habe ich im Frühling 2024 von dem EU-Projekt INCREASE erfahren. Ein Projekt für jedermann. In dem Projekt werden über 1.000 alte Bohnensorten aus der ganzen Welt an Hobbygärtner verschickt und von ihnen im eigenen Garten angebaut. Man erhält fünf verschiedene Bohnensorten, Busch- oder Stangenbohnen. Plus eine Kontrollsorte, die für alle Teilnehmenden gleich ist. Für die Wissenschaftler, die das Ganze organisieren, werden dann von der Aussaat bis zur Ernte verschiedene Details dokumentiert. Die Daten werden über die Projekt-App hochgeladen. Die spannende Frage ist, welche der alten Bohnensorten an welchem Standort besonders gut oder aber gar nicht wächst. Dabei ist das Herkunftsland nicht ausschlaggebend: die Stangenbohne aus Kuba hat 2024 die meiste Ernte bei mir erbracht.

Auch im Jahr 2025 habe ich an dem Projekt teilgenommen. Mit anderen, neuen Bohnensorten. Die hatte ich von einem anderen Teilnehmer im Austausch gegen mein Saatgut erhalten. Hier hat uns „Oma’s Stangenbohne“ überzeugt. Sie wird in 2026 angebaut und zur Schnippelbohne verarbeitet werden.

In diesem Jahr, 2026, geht das Projekt in die sechste Runde. Aber ohne mich. Denn in diesem Jahr wird der Platz im Gemüsebeet für ein anderes Projekt benötigt – dazu später mehr. 

Wenn ihr euch am INCREASE-Projekt beteiligen möchtet, findet ihr alle Infos auf der Website.

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